Als Industriekaufmann (m/w/d) plant, organisiert und kontrolliert man betriebswirtschaftliche Abläufe. Dabei arbeitet man in den Bereichen: Materialwirtschaft, Vertrieb, Marketing sowie Personal-, Finanz- und Rechnungswesen.
Die Ausbildung bezieht sich allgemein auf Büroprozesse und Geschäftsprozesse. Zu den Aufgaben gehört unter anderem das Bearbeiten von E-Mails, das Planen von Terminen, die Rechnungserstellung und die Organisation von Meetings.
Lilly, Industriekauffrau im 2. Lehrjahr: „Während meiner Ausbildung lernte ich verschiedene Abteilungen kennen, darunter Niederspannung, Kalkulation, Einkauf/Lager und Buchhaltung. Zu Beginn erhielt ich Einblicke ins Lager. Im Einkauf gehörten das Einholen und Vergleichen von Angeboten sowie das Auslösen von Materialbestellungen zu meinen Aufgaben. Zudem verbuchte ich Wareneingänge und bearbeitete Reklamationen, wobei ich den gesamten Prozess bis zur Gutschrift begleitete. In der Buchhaltung war ich für die Verfassung von Eingangsrechnungen und Gutschriften zuständig und ich unterstützte das Tagesgeschäft. Zusätzlich habe ich Ausgangsrechnungen und Gutschriften für unseren Euronics XXL Frequenz -Fachmarkt gebucht. Aktuell unterstütze ich die Niederspannung und Kalkulation bei der Auftragsanlage, der Erstellung von Aufmaßen und Abrechnungen sowie bei Prüf- und Messprotokollen. Außerdem wirke ich an der Angebotskalkulation mit und erstelle Auftragsbestätigungen.“
Hannah, Kauffrau für Büromanagement im 1.Lehrjahr: „Wie Lilly war ich zu Anfang im Lager eingesetzt, wobei meine Tätigkeiten Ein-, Aus- und Umbuchen von Material, Warenannahme und Kontrolle sowie Kommissionierung umfassten. Im Moment bin ich im Einkauf tätig, hier habe ich zum Beispiel Aufgaben wie das Erledigen von Bestellungen, Preisvergleiche oder das Buchen von Lieferscheinen. Zudem habe ich gelegentlich Aufgaben wie Kostengegenüberstellungen und das Pflegen interner Preislisten. Nebenbei helfe ich auch manchmal in unserer Marketingabteilung aus. Dort helfe ich bei der Ideenfindung, Planung und Umsetzung von verschiedenen Arten von Beiträgen. Im Moment arbeite ich unter anderem auch daran, Videoprojekte eigenständig zu schneiden.“
Bei uns in der Nähe befinden sich in Dresden, Bautzen oder Kamenz Berufsschulen für Kaufleute für Büromanagement. Für die Industriekaufleute befinden sich zum Beispiel in Hoyerswerda oder Löbau Berufsschulen. Welche Berufsschule man am Ende besucht, hängt unter anderem mit dem eigenen Wohnort zusammen. Als Schulmodell gibt es den klassischen Blockunterricht, aber auch das in den Ausbildungen typische sogenannte 2-2-1-Modell.
Unsere kaufmännischen Azubis haben ein paar Tipps zusammengestellt, welche ihnen das Lernen in den Ausbildungen erleichtern.
Als Erstes ist es hilfreich zu wissen, welcher Lerntyp man ist. Dafür gibt es schnelle Tests im Internet. Wenn man das weiß, kann man anfangen, sich eine sinnvolle Lernroutine zu schaffen. Es hilft, feste Zeiten und Pausen zu setzen. Oftmals ist es sinnvoll, sich thematisch passende Lernvideos anzuschauen. Diese helfen, Inhalte anschaulich und leichter verständlich zu erfassen. Die letzten zwei Tipps dienen dem Festigen des gesammelten Wissens und dem Feststellen von potenziellen Lücken. Man kann zum Thema passende Übungsaufgaben machen und sich einen Lernbestie mit der gleichen Ausbildung suchen, um sich gegenseitig abzufragen oder das Thema zu erklären.